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Dentallabor Gluth GmbH
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News

Grippewelle 2019: Zahnbürstenwechsel schützt vor neuer Ansteckung

Wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert-Koch-Institut (RKI) in ihrem wöchentlich erscheinenden Bericht mittteilte, hat die Grippewelle in der zweiten Kalenderwoche dieses Jahres begonnen. Noch sind die Fallzahlen in weiten Teilen Deutschlands normal bis moderat erhöht; Erfahrungen der Vorjahre zeigen jedoch, dass mit deutlichen Anstiegen gerechnet werden muss.

Dabei ist die Vermeidung von Infektionen und Wiederansteckung auch ohne Impfschutz kein Hexenwerk. Neben der wichtigsten Grundregel, durch regelmäßiges und gründliches Waschen der Hände Erreger fernzuhalten, gibt es auch in Sachen Mundhygiene einfache Maßnahmen, deren Befolgung den Rückfall nach einem gerade erst überstandenen Infekt vermeiden hilft oder Dritte vor den eigenen Krankheitskeimen schützt.

Nach dem Infekt: Zahnpflege-Utensilien austauschen „Es ist wichtig, auch nach einem leichten grippalen Infekt, einer Bronchitis oder einer Halsentzündung sämtliche Zahnpflegeutensilien, also auch Zungenreiniger oder die Sprühköpfe der Munddusche, zu entsorgen, um keinen Rückfall zu riskieren. Ganz egal, ob die Bürste noch nicht lange in Gebrauch war. In diesem Falle geht ganz klar Gesundheit vor Sparsamkeit“, sagt Dr. Michael Frank, Präsident der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH).

Zahnbürsten getrennt aufbewahren Die Art der Aufbewahrung von mehreren Zahnbürsten in einem Glas birgt Risiken für Ansteckung. Erreger aus Hals, Rachen und Mundraum finden beim Zähneputzen ihren Weg auf die Zahnbürste und werden durch das Abspülen der Borsten nicht entfernt. Zahnpasta-Rückstände und Feuchtigkeit bilden einen idealen Nährboden, auf dem sich die Keime wohlfühlen und vermehren. Generell gilt daher die Empfehlung, die Zahnbürste immer mit dem Kopf nach oben aufzubewahren, damit der Bürstenkopfes trocknen kann. Beim Kontakt der Bürsten können die Keime übertragen werden und die Ansteckung anderer Familienmitglieder ist vorprogrammiert.

Wenn es mehr als ein leichter Schnupfen ist, Zahnarzttermine verschieben Bei einer starken Erkältung mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen ist angeraten, aus Rücksichtnahme gegenüber dem Zahnarzt, dem Praxisteam und den anderen Patienten einen Termin beim Zahnarzt zu verschieben, falls es sich nicht um einen Notfall handelt. Im Falle heftiger Zahnschmerzen, die einen Besuch in der Praxis unabdingbar machen, sollte man den Zahnarzt in jedem Falle über die Erkrankung und die vom Hausarzte verschriebenen Medikamente in Kenntnis setzen.


Fragen zur Mundgesundheit und Vorsorge beantwortet die kostenlose Patientenberatung der LZKH unter der Hotline 069 427275-169.

21.03.2019 DGA | Quelle: Landeszahnärztekammer Hessen

Zuckerreduktion ist Prävention

Am 13. Februar diskutierten Vertreter der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj) „Zuckerreduktion als Prävention“ mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags.
Beraten wurden parteiübergreifend Ansätze, über gesunde Ernährung bei Kindern und Jugendlichen aktive Prävention zu betreiben – gegen Karies, Adipositas und Diabetes. Dass dabei die Lebensmittelindustrie, Schulen, Eltern und Politik Hand in Hand arbeiten müssen, darüber waren sich alle Beteiligten einig. Denn „eine unausgewogene Ernährung und ein übermäßiger Zuckerkonsum schaden auf Dauer sowohl der Allgemein- als auch der Mundgesundheit“, so BZÄK-Vizepräsident Prof. Dr. Dietmar Oesterreich.

Erfreuliche Erkenntnis des Austauschs: den Anwesenden ist eine freiwillige Vereinbarung zur Reduktion von Zucker zu wenig. Es müssen verbindliche Standards her, so der Tenor.
Die BZÄK steht hier mit zahnmedizinischer Expertise zur Seite.

Die BZÄK-Positionspapiere zum Thema:
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_Zucker.pdf

sowie
www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b/Position_Ernaehrung.pdf

19.03.2019 DGA | Quelle: Bundeszahnärztekammer

Neue Filme werben für gesunde Zähne

proDente stellt auf der IDS das Ergebnis einer Kooperation mit der Macromedia Hochschule in Köln vor. Neue Werbefilme vermitteln Informationen über gesunde Zähne in Form amüsanter oder spannender Geschichten. Ein kompletter Jahrgang der Hochschule hat sich mehrere Monate mit dem Thema Zahngesundheit auseinandergesetzt. Die produzierten Spots können im Kino oder in den sozialen Medien veröffentlicht werden. „Die Studenten haben das Thema aus einer völlig anderen Blickrichtung betrachtet und kreativ in Szene gesetzt“, zeigt sich Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative proDente, begeistert.

proDente stellt die Werbefilme erstmals während der IDS vor. Im Anschluss sollen die Fans der Initiative ihren Lieblingsfilm wählen. Dazu veröffentlicht proDente die Filme im Frühjahr auf den sozialen Kanälen der Initiative, wie Facebook, YouTube und Twitter.
Storytelling

Diese Art der Aufbereitung ist unter dem Begriff „Storytelling“ in aller Munde. Information soll in Form von Unterhaltung und Metaphern übermittelt werden. Für Unternehmen und Organisationen stellt das gewöhnlich eine Herausforderung dar. Wissen oder Produkte werden in der Regel in Form von Fakten sachlich dargestellt. Oft fehlt eine emotionale Komponente bei der Ansprache von Patienten.

„Wir wollten uns für unsere eigene Arbeit mit dieser Kooperation inspirieren und haben den Studenten viel Freiraum gelassen“, berichtet Kropp. Die Filme der Studenten zeigen, dass dieser Freiraum gut genutzt wurde. Neben Familien- und Lebensgeschichten setzen die Studenten einen Zombiefilm oder einen abstrakten Film um.
Positive Erfahrungen mit Wettbewerben und Kooperationen

Seit 2015 hat sich proDente schon zweimal Ideen von Studenten mit einem Filmwettbewerb geöffnet. Die Geschichten sind mal herzzerreißend, mal spannend, aber immer qualitativ hochwertig. „Inhaltlich und visuell erreichen uns eine Reihe völlig verschiedener Produktionen, die wir in den sozialen Medien einsetzen“, so Kropp. Derart kreative Drehbücher entwickelt man bei der täglichen Arbeit kaum.

14.03.2019 DGA | Quelle: Initiative proDente e.V.

Albtraum Kreidezähne

Und auf einmal waren sie da. Die ersten bleibenden Backenzähne und darauf die gelb-braunen Verfärbungen. Für immer! Der Albtraum jeder Mutter. Hat man doch mit dem Kind die Zähne geputzt was das Zeug hielt, war regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle und hat den geliebten Süßigkeiten einen Riegel vorgeschoben. Aber alles hatte nichts genützt. Kreidezähne - in der Wissenschaft als Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) benannt - gehen als neue Volkskrankheit in die Geschichte ein. Von dieser Mineralisationsstörung der Front- sowie Backenzähne sind derzeit bereits über 30 Prozent der 12-Jährigen in Deutschland betroffen, Tendenz steigend. Die Ursache der Entstehung ist nach wie vor nicht geklärt, Prävention Fehlanzeige. Lesen Sie in unserem ersten Teil zum Thema Kreidezähne was genau hinter dem Phänomen steckt und wie die MIH behaltend werden kann.

Was sind Kreidezähne und was bedeutet Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH)?

„Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation ist ein Wort, bei dem man aufpassen muss, sich nicht zu verhaspeln“, sagte Dr. Giraki zu Beginn ihres Vortrags auf dem Deutschen Zahnärztetag 2017 und betonte, dass die als „Kreidezähne“ oder auch „Käse-Molaren“ („Cheese Molars“) bezeichneten MIH-Zähne zum Albtraum vieler Eltern werden wird. Die MIH stellt eine entwicklungsbedingte Erkrankung der Zahnhartsubstanz dar. Bereits vor dem Durchbruch der ersten bleibenden Backenzähne (Molaren) sind dieselben bereits gelblich-bräunlich verfärbt, da sie noch unter der Schleimhaut liegend, nicht optimal remineralisiert wurden. Sind die Backenzähne dann durchgebrochen, ist der Zahnschmelz oft brüchig oder fehlt komplett. Und das häufig in einem sonst gesunden und vorbildlich geputzten Kinderkiefer. Die Schneidezähne (Inzisiven) sind dabei seltener betroffen. Neben des ästhetischen Dilemmas birgt die MIH noch viel schwerwiegender Problem in sich: Weiterführender Verlust der Zahnhartsubstanz, ein enorm erhöhtes Kariesrisiko, eine schlechte Anästhesierbarkeit und eine hohe Empfindlichkeit der an MIH erkrankten Zähne auf Heißes / Kaltes und Berührung.

Woran erkenn ich eine MIH?

Die MIH wird in drei verschiedene Stufen unterteilt, je nach Schweregrad.

Schweregrad A: MIH-Zähne weisen einzelne weiß-cremige bis gelb-braune Verfärbungen im Bereich der Kauflächen und Höcker auf. Die Zähne sind meist noch unempfindlich und die Struktur unbeschädigt.
Schweregrad B: Neben den Verfärbungen weisen die Backenzähne einen stark demineraslisierten Zahnschmelz auf, es sind bereits Veränderungen in der Struktur zu erkennen; die Oberflächen sind rau und porös.
Schweregrad C: Die MIH hat den Zahnschmelz enorm zerstört, Zähne bröckeln und brechen teilweise ab. Die zerklüftete Oberfläche lässt sich nicht mehr richtig putzen, so dass häufig eine Karies auf die bestehende MIH-Läsion aufsattelt. Die Zähne sind extrem berührungsempfindlich.

Wann entsteht die MIH?

Die Entwicklung eines Zahnes ist ein langwieriger Prozess und die Grundlagen der Zahnbildung werden daher bereits beim Ungeborenen im Mutterleib gelegt. Die Zahnschmelzbildung geschieht so lange der Zahn noch unter der Schleimhaut sitzt. Bricht die fertige Krone durch, ist die Schmelzbildung abgeschlossen. Aus diesem Grund sind sich die Wissenschaftler einig, dass bei Kindern die später an MIH leiden, irgendwann im Laufe des Schmelzbildungsprozesses etwas schief gelaufen sein muss. Da die am häufigst betroffenen Sechs-Jahres-Molaren zwischen dem 8. Schwangerschaftsmonat und dem 4. Lebensjahr mineralisiert werden und der Schwerpunkt der Zahnentwicklung im ersten Lebensjahr liegt, scheint dies der für die MIH kritische Zeitpunkt zu sein.

Als Erklärung werden verschiedene Faktoren herangezogen. Beginnen mit Komplikationen während der Schwangerschaft, und der Geburt, Infektionskrankheiten, gehäufte Medikamenteneinnahme oder Antibiotikagabe, Atemwegserkrankungen, Asthma, Vitamin-D-Mangel, Störungen im Mineralhaushalt, Windpocken oder andere schwere Erkrankungen im Kleinkindalter sowie Umwelteinflüsse. Die Ursachen scheinen nach wie vor unklar, der Verdacht gegen Bisphenol A (BPA) in Kunststoffen erhärtet sich jedoch.
Auch sozioökonomische Hintergründe scheiden als Ursachen offenbar aus. Mädchen und Jungen scheinen gleich häufig betroffen zu sein. Ziemlich sicher ist jedoch, dass sich die Entstehung der MIH nur multifaktoriell und systemisch erklären lassen wird. Ziemlich sicher scheint, dass es sich bei der MIH um eine erworbene und nicht um eine vererbte Krankheit handelt.

Therapie der MIH

Schweregrad A: Bei intakten Oberflächen und Kariesfreiheit lässt man die Backenzähne durchbrechen. Der Zahn wird fluoridiert und der betroffene Bereich mit einem Versiegeler oder Komponist abgedeckt.
Schweregrad B: Behandlung wie bei Schweregrad A. Beginnt der Zahn zu bröckeln, muss derselbe prothetisch mittels Glasionomerzement versorgt werden.
Schweregrad C: die Zähne werden zunächst mit einem Glasionomerzement abgedeckt und der Durchbruch begleitet. Unter Lokalanästhesie erfolgt in einem zweiten Schritt die Abdeckung der vollständig durchgebrochenen Zähne mit Komposit. Eine Alternative ist die Anwendung konfektionierter Stahlkronen. Sind die Kinder zwischen 10 und 12 Jahren, wird entschieden, ob es sinnvoll ist die Zähne zu erhalten.

12.03.2019 DGA | Quelle: Zahnarztpraxis Dr. Pink (openPR)



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